Franzoesische Briefmarken bestimmen: Von Ceres bis Marianne
Frankreich war eines der ersten Laender der Welt, das Briefmarken herausgab, beginnend am 1. Januar 1849 mit dem ikonischen Ceres-Motiv. Ueber fast zwei Jahrhunderte haben franzoesische Briefmarken die wechselvolle politische Geschichte des Landes widergespiegelt, mit Wechseln zwischen monarchistischer und republikanischer Symbolik. Dieser Leitfaden fuehrt Sie durch jede wichtige Periode, erklaert das Yvert-et-Tellier-Katalogsystem und zeigt Ihnen, wie Sie wertvolle Klassiker von gewoehnlichen Nachdrucken unterscheiden.
Die klassische Periode: 1849-1876
Frankreichs klassische Periode umfasst vier Designfamilien: die Goettin Ceres (1849-1852), die Portraits Napoleons III. (1852-1871) und die Ceres-Nachausgaben von 1871-1876 — anfangs alle geschnitten, dann ab 1862 mit Zahnung 14 x 13,5.
Ceres-Ausgaben (1849-1852)
Frankreichs erste Briefmarken zeigen Ceres, die roemische Goettin der Landwirtschaft, gestochen von Jacques-Jean Barre. Sie wurden im Stichtiefdruck (Taille-douce) auf handgeschoepftem Buettenpapier ohne Wasserzeichen gedruckt. Alle Werte waren geschnitten und mussten mit der Schere getrennt werden. Wichtige Bestimmungsmerkmale:
- Yvert 1-6: Die 20c schwarz (Y1) ist am haeufigsten, obwohl postfrische Exemplare immer noch Premiumpreise erzielen. Die 1-Franc karminrot (Y7) ist eine der seltensten und wertvollsten franzoesischen Briefmarken, wobei gestempelte Exemplare fuer Zehntausende Euro verkauft werden.
- Papier: Echte Klassiker sind auf getoenttem Papier (gelblich fuer die Ausgabe 1849). Die Nachausgabe von 1850 verwendete weisseres Papier.
- Gitterstempel (Grille): Der charakteristische rautenfoermige Gitterstempel war Standard; Marken mit klaren, leichten Stempeln sind mehr wert.
- Kehrdruckpaare (Tete-beche): Die 20c und 1-Franc existieren in Kehrdruckpaaren (kopfstehend), die aeusserst selten und wertvoll sind.
Napoleon-III.-Ausgaben (1852-1871)
Als Louis-Napoleon Kaiser wurde, wurden die Briefmarken mit seinem Portrait neu gestaltet. Es gibt zwei Hauptkategorien:
- Geschnitten (Y9-18, "Empire non-dentele"): Ausgegeben 1852-1862, gedruckt auf verschiedenen Papierarten. Die Serie 1853-1860 verwendet ein dickes, leicht blauliches Papier.
- Gezaehnt (Y19-33, "Empire dentele"): Ab 1862 wurden die Marken mit Zahnung 14 x 13,5 versehen, ein Mass, das hilft, echte Marken von Faelschungen zu unterscheiden.
- "Lorbeerbekraenzte" Koepfe (Y25-33): Nach 1863 wurde Napoleon III. mit Lorbeerkranz dargestellt. Diese werden manchmal mit dem frueheren barhaeuptigen Typ verwechselt.
Type Sage: Frieden und Handel (1876-1900)
Die Type-Sage-Dauermarken (Yvert 61-106), ausgegeben 1876-1900 und entworfen von Jules-Auguste Sage, zeigen eine allegorische Figur des Friedens und des Handels und werden anhand der Position des "N" in "INV" relativ zur Inschrift darueber bestimmt. Sie gehoeren zu den am meisten untersuchten franzoesischen Briefmarken aufgrund zahlreicher Varianten:
- Typ I vs. Typ II: Typ I (Y61-76) hat das "N" von "INV" unter dem "B" von "REPUBLIQUE". Typ II (Y77-106) zeigt das "N" unter dem "D". Diese winzige Verschiebung ist der wichtigste Bestimmungspunkt fuer Sage-Marken.
- Papier: Fruehe Drucke verwendeten ein Quadrille-Linienpapier, das unter Vergroesserung sichtbar ist. Spaetere Drucke wechselten zu gewoehlichem Velinpapier.
- Farben: Viele Werte existieren in mehreren Farbtoenen. Die 1-Franc olivgruen (Y72) ist weitaus wertvoller als die 1-Franc bronzegruen (Y82).
- Yvert-Nummern: Y61-106 umfassen die gesamte Sage-Serie. Die 5-Franc lila (Y95) ist der begehrteste Wert.
Die Saerin (Semeuse): 1903-1940
Die Semeuse ("Saerin")-Dauermarken, entworfen von Louis-Oscar Roty und von 1903 bis 1940 in Gebrauch, gibt es in drei erkennbaren Typen: die Semeuse lignee mit liniertem Hintergrund (Yvert 129-133), die Semeuse camee mit einfarbigem Hintergrund (Yvert 137-196) und Rotationsdrucke nach 1924, die etwas hoeher sind als Flachdrucke. Das Motiv zeigt eine weibliche Figur, die voranschreitet und Samen gegen den Wind saet:
- Linierter Hintergrund (Semeuse lignee, Y129-133): 1903 eingefuehrt, besteht der Hintergrund aus feinen horizontalen Linien. Im Stichtiefdruck gedruckt.
- Einfarbiger Hintergrund (Semeuse camee, Y137-196): Ab 1907 ist der Hintergrund einfarbig. Diese wurden im Flach-Buchdruck gedruckt und sind weitaus haeufiger.
- Flachdruck vs. Rotationsdruck: Drucke nach 1924 erfolgten auf Rotationspressen und erzeugten Marken, die geringfuegig hoeher sind (21,5mm vs. 21mm). Dies ist eine wichtige Variante fuer Spezialisten.
Die Semeuse war fast vier Jahrzehnte lang ununterbrochen in Gebrauch und ist damit das am laengsten verwendete franzoesische Dauermarken-Design. Gewoehnliche gestempelte Werte sind sehr wenig wert, aber seltene Farbtonvarianten und Druckfehler koennen hochwertig sein.
Merson und Hoechstwerte vor dem Ersten Weltkrieg
Fuer hoehere Nennwerte verwendete Frankreich das Merson-Design (Y119-128) von 1900-1927, das eine allegorische Figur der Freiheit und des Friedens zeigt. Diese grossformatigen Marken wurden zweifarbig im Stichtiefdruck gedruckt. Besonders die 2-Franc-Werte zeigen erhebliche Farbtonvarianten. Der Type Blanc (Y107-112) deckte die niedrigsten Werte ab 1900 ab, mit einem schlichten allegorischen Design.
Die Marianne-Serie: 1944-heute
Seit 1944 zeigen Frankreichs Dauermarken Marianne, die allegorische Figur der Franzoesischen Republik, wobei unter jedem Praesidenten typischerweise ein neues Design in Auftrag gegeben wird — der Name des Kuenstlers (Gandon, Muller, Decaris und so weiter) ist daher der schnellste Weg, eine Marianne-Marke zu datieren. Nach der Befreiung eingefuehrt, loeste die Serie die Semeuse ab:
| Marianne-Typ | Zeitraum | Yvert-Bereich | Hauptmerkmale |
|---|---|---|---|
| Marianne de Gandon | 1945-1955 | Y713-733 | Profil nach links, gestochen von Pierre Gandon; Stichtiefdruck |
| Marianne de Muller | 1955-1959 | Y1009-1011C | Dreiviertelansicht, Buchdruck; haeufig und preiswert |
| Marianne de Decaris | 1960-1965 | Y1263 | Zweifarbiger Stichtiefdruck; nur ein Wert (0,25F) |
| Marianne de Cheffer | 1967-1971 | Y1535-1536B | Stilisiertes Profil; existiert in Buchdruck- und Stichtiefdruckversionen |
| Marianne de Bequet | 1971-1978 | Y1663-1664A | Kraeftiger Umrissstil; Rotations- und Flachdruckvarianten |
| Marianne (Liberte) | 1982-1990 | Y2178-2190 | Basierend auf Delacroix-Gemaelde; Stichtiefdruck |
| Marianne de Briat (Bicentenaire) | 1990-1997 | Y2614-2649 | Klares modernes Profil; erste selbstklebende franzoesische Dauermarken |
| Marianne de Luquet | 1997-2005 | Y3083-3101 | Jugendliches Gesicht; Offsetdruck; viele Farbtonvarianten |
| Marianne de Lamouche | 2005-2008 | Y3731-3757 | Selbstbewusster Ausdruck; ITVF- und Phil@poste-Aufdrucke unterscheiden Drucke |
| Marianne de Beaujard | 2008-2013 | Y4226-4265 | Gestochener Stil; gummiert, selbstklebend und in Markenheftchen erhaeltlich |
| Marianne de Ciappa-Kawena | 2013-2018 | Y4763-4791 | Erste digital entworfene Marianne; Data-Matrix-Code bei einigen |
Das Yvert-et-Tellier-Katalogsystem
Yvert et Tellier ist der Standard-Referenzkatalog fuer franzoesische Briefmarken, vergleichbar mit Scott fuer US-Marken oder Stanley Gibbons fuer britische Marken. Das Verstaendnis der Yvert-Nummerierung ist unverzichtbar:
- Regulaere Ausgaben: Fortlaufend nummeriert ab Y1 (die 1849 Ceres 20c schwarz).
- Flugpost (Poste Aerienne): Praefix "PA" (z.B. PA14 ist die 50-Franc Burelage).
- Nachporto (Taxe): Praefix "T".
- Vorentwertungen (Preobliteres): Praefix "Preo".
- Dienstmarken (Service): Praefix "S" fuer Marken des Europarats und der UNESCO.
Geben Sie beim internationalen Kauf oder Verkauf franzoesischer Briefmarken immer an, ob Sie Yvert-, Scott- (amerikanisch) oder Michel- (deutsch) Nummern verwenden, da sich diese erheblich unterscheiden.
Franzoesische Kolonialmarken
Frankreich gab Briefmarken fuer sein ausgedehntes Kolonialreich heraus. Die Unterscheidung von Kolonialmarken und Metropolitan-Briefmarken erfordert die Pruefung mehrerer Merkmale:
- Koloniename-Inschrift: Die meisten Kolonialmarken tragen den Kolonienamen (z.B. "ALGERIE", "INDOCHINE", "AFRIQUE OCCIDENTALE FRANCAISE").
- Waehrung: Kolonien verwendeten oft andere Waehrungen. Indochina verwendete Centimes und Piaster; Westafrika CFA-Francs.
- Generische Kolonialdesigns: Der Typ "Commerce et Navigation" (Groupe-Allegorie) wurde von 1892-1912 in vielen Kolonien verwendet, wobei sich nur der Koloniename unterschied.
- Ueberdrucke: Viele Kolonialmarken sind einfach franzoesische Marken mit Ueberdruck des Kolonienamens und manchmal eines neuen Wertes. Diese Ueberdrucke koennen gefaelscht sein, pruefen Sie daher Ausrichtung und Tintenfarbe sorgfaeltig.
Nachdrucke und Faelschungen erkennen
Klassische franzoesische Briefmarken sind stark gefaelscht. Hier ist eine Checkliste zur Authentifizierung:
Authentifizierungs-Checkliste fuer klassische franzoesische Briefmarken
- Papiertest: Echte 1849-1862-Marken verwenden handgeschoepftes Buettenpapier. Halten Sie die Marke gegen das Licht; Sie sollten Buettenlinien und moeglicherweise ein wasserzeichenartiges Muster sehen. Maschinengemachtes Velinpapier deutet auf eine Faelschung oder einen spaeteren Nachdruck hin.
- Zahnungsmass: Die gezaehnten Napoleon-III.-Ausgaben 1862-1871 sollten 14 x 13,5 messen. Faelschungen haben oft unregelmaessige oder falsche Zahnungsmasse.
- Farbe unter UV-Licht: Echte klassische franzoesische Marken fluoreszieren unter Ultraviolettlicht anders als Nachdrucke. Originale zeigen typischerweise keine Fluoreszenz, waehrend Nachdrucke auf modernem Papier leuchten koennen.
- Stempel-Echtheit: Faelscher fuegen echten, aber beschaedigten Marken oft gefaelschte Stempel hinzu. Suchen Sie nach Stempeln, die zu bekannten Postzeichen der Epoche passen. Die "gros chiffres"-Nummernstempel sollten einer echten Postamtsnummer entsprechen.
- Expertenzeichen: Viele authentifizierte franzoesische Marken tragen kleine Expertenstempel auf der Rueckseite (z.B. Calves, Brun, Roumet). Obwohl auch diese gefaelscht werden koennen, gibt ein echtes Expertenzeichen zusaetzliches Vertrauen.
- Druckverfahren: Klassische Marken wurden im Stichtiefdruck (Taille-douce) gedruckt. Sie sollten die erhabene Tinte mit dem Fingernagel spueren. Flacher, glatter Druck deutet auf eine lithografische oder Offset-Faelschung hin.
Druckverfahren und Papierarten
Franzoesische Briefmarken verwenden mehrere unterschiedliche Drucktechniken, die als wichtige Bestimmungshilfen dienen:
- Taille-douce (Stichtiefdruck): Verwendet fuer nahezu alle Marken von 1849 bis in die 1960er Jahre. Die Tinte liegt in gravierten Rillen und wird unter Druck auf das Papier uebertragen, wodurch ein leicht erhabenes Gefuehl entsteht. Frankreich gehoert zu den letzten Laendern, die dieses Verfahren noch fuer ausgewaehlte Gedenkmarken verwenden.
- Typografie (Buchdruck): Verwendet fuer die Semeuse camee und den Blanc-Typ. Die Tinte liegt auf erhabenen Flaechen; das gedruckte Bild ist leicht in das Papier eingepraegt.
- Offset und Fotogravuere: Ab den 1960er Jahren fuer massenproduzierende Dauermarken eingefuehrt. Die Druckqualitaet ist flacher und gleichmaessiger.
- GC vs. GC+ Papier: Moderne franzoesische Briefmarken verwenden phosphoreszierendes Papier (papier phosphorescent) fuer Post-Sortiermaschinen. Unter UV-Licht sind Streifenmarkierungen sichtbar.
Haeufige Marken, die wertvoll aussehen, es aber nicht sind
Viele Sammler stossen auf franzoesische Briefmarken, die sie fuer selten halten. Hier sind haeufige Fehlannahmen:
- Semeuse camee in gaengigen Werten: Die 5c-, 10c-, 25c- und 35c-Semeuse-Dauermarken wurden in Hunderten von Millionen gedruckt. Gestempelte Exemplare sind nur wenige Cent wert, obwohl sie ueber 100 Jahre alt sind.
- Marianne de Gandon gestempelt: Sehr hohe Auflagen machen die meisten Werte in gestempeltem Zustand praktisch wertlos.
- Gedenkmarken der 1960er-1970er: Frankreich gab schoene gestochene Gedenkmarken heraus, aber die Auflagen waren gross und die Sammlernachfrage hielt die postfrischen Bestaende hoch. Die meisten sind Nennwert oder weniger wert.
- CFA-Ueberdrucke auf gewoehnlichen Marken: Reunion-Insel-Ueberdrucke ("CFA") auf gewoehnlichen franzoesischen Briefmarken sind trotz ihres ungewoehnlichen Aussehens generell preiswert.
Schnell-Bestimmungstabelle
| Zeitraum | Design | Yvert-Nummern | Wichtige Bestimmungsmerkmale |
|---|---|---|---|
| 1849-1852 | Ceres | Y1-8 | Geschnitten, Buettenpapier, Gitterstempel, kein Wasserzeichen |
| 1852-1862 | Napoleon III. (barhaeuptig) | Y9-18 | Geschnitten, dickes blauliches Papier bei spaeteren Drucken |
| 1862-1871 | Napoleon III. (gezaehnt) | Y19-33 | Zahnung 14 x 13,5; lorbeerbekraenzte Versionen ab 1863 |
| 1871-1875 | Ceres (Nachausgabe) / Bordeaux | Y38-57 | Bordeaux-Drucke haben groebere Gravur; Pariser Nachausgaben sind sauberer |
| 1876-1900 | Type Sage | Y61-106 | Typ I vs. Typ II (Position des "N"); Quadrille-Papier bei fruehen Drucken |
| 1900-1927 | Blanc / Mouchon / Merson | Y107-145 | Drei gleichzeitige Designs fuer niedrige, mittlere und hohe Werte |
| 1903-1940 | Semeuse | Y129-196 | Linierter Hintergrund (lignee) vs. einfarbiger Hintergrund (camee) |
| 1932-1941 | Type Paix | Y280-289 | Olivenzweig-Design, im Buchdruck gedruckt; ersetzte die Semeuse fuer einige Werte |
| ab 1944 | Marianne (verschiedene) | Y713+ | Kuenstlername unterscheidet den Typ; Druckverfahren aenderte sich ueber Jahrzehnte |
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Wie bestimme ich eine franzoesische Briefmarke?
Beginnen Sie mit dem zentralen Motiv und der Inschrift. Frankreichs erste Marken (1849-1876) zeigen die Goettin Ceres oder ein Portrait Napoleons III.; von 1876 bis 1900 stellt die Type Sage Frieden und Handel dar; die Semeuse ("Saerin") lief von 1903 bis 1940; und seit 1944 ist das Dauermarken-Design Marianne. Pruefen Sie dann die Zahnung (geschnitten vor 1862, Zahnung 14 x 13,5 danach), die Papierart und die Yvert-et-Tellier-Katalognummer, um die genaue Ausgabe und den Wert festzulegen.
Was bedeutet "RF" auf einer franzoesischen Briefmarke?
"RF" steht fuer Republique Francaise (Franzoesische Republik). Es erscheint auf Marken, die unter republikanischen Regierungen ausgegeben wurden, und ist eine schnelle Moeglichkeit, eine Marke als franzoesisch zu bestaetigen. Marken, die unter dem Zweiten Kaiserreich (1852-1870) ausgegeben wurden, tragen stattdessen "EMPIRE FRANC." mit dem Portrait Napoleons III., waehrend republikanische Ausgaben "RF" oder die volle Inschrift "REPUBLIQUE FRANCAISE" verwenden.
Wer ist die Frau auf franzoesischen Briefmarken?
Die Frau haengt von der Epoche ab. Auf modernen Dauermarken (1944 bis heute) ist es Marianne, die allegorische Figur, die die Franzoesische Republik und die Werte Freiheit und Vernunft verkoerpert. Auf den Klassikern von 1849-1876 ist es Ceres, die roemische Goettin der Landwirtschaft, und auf den Dauermarken von 1903-1940 ist es die Semeuse ("Saerin"), eine voranschreitende weibliche Figur, die Samen ausstreut, entworfen von Louis-Oscar Roty.
Sind alte franzoesische Briefmarken etwas wert?
Es haengt von der Ausgabe und dem Zustand ab. Die Klassiker von 1849-1876 koennen sehr wertvoll sein — die 1-Franc Ceres karminrot von 1849 (Yvert 7) wird fuer Zehntausende Euro verkauft — und seltene Farbtoene, Fehler und Kehrdruckpaare erzielen hohe Preise. Die meisten gaengigen Marken des 20. Jahrhunderts wie die normale Semeuse camee und gestempelte Marianne-de-Gandon-Werte wurden jedoch in Hunderten von Millionen gedruckt und sind nur wenige Cent wert.
Welches Katalognummern-System wird fuer franzoesische Briefmarken verwendet?
Franzoesische Briefmarken werden im Yvert-et-Tellier-System katalogisiert, dem franzoesischen Aequivalent zu Scott (USA) oder Stanley Gibbons (UK). Regulaere Ausgaben werden fortlaufend ab Yvert 1 (die 1849 Ceres 20c schwarz) nummeriert, waehrend spezialisierte Kategorien Praefixe verwenden: "PA" fuer Flugpost (Poste Aerienne), "T" fuer Nachporto (Taxe), "Preo." fuer Vorentwertungen und "S" fuer Dienstmarken. Yvert-, Scott- und Michel-Nummern unterscheiden sich, geben Sie also bei internationalen Transaktionen immer an, welche Sie nennen.