Deutsche Briefmarken bestimmen: Von den Altdeutschen Staaten bis zur Wiedervereinigung

Deutsche Philatelie Aktualisiert Mrz. 2026 18 Min. Lesezeit
Deutsches Reich Briefmarke - Kaiserreich Postwertzeichen
Entwurf von Paul Waldraff. Gemeinfrei, via Wikimedia Commons.

Die deutsche Philatelie ist einzigartig komplex, weil "Deutschland" als vereinigter Staat erst seit 1871 existiert, von 1945 bis 1990 geteilt war und zuvor Dutzende unabhaengiger Staaten umfasste, die jeweils eigene Briefmarken herausgaben. Dieser Leitfaden behandelt jede wichtige Epoche, erklaert das Michel-Katalogsystem und gibt praktische Ratschlaege zur Bestimmung von Wasserzeichen, Plattenfehlern und den zahlreichen ueberdruckten Varianten, die das Sammeln deutscher Briefmarken auszeichnen.

Vor der Reichsgruendung: Altdeutsche Staaten (1849-1871)

Vor dem Deutschen Kaiserreich gaben einzelne Koenigreiche, Herzogtümer und Freie Staedte eigene Briefmarken heraus. Diese gehoeren zu den wertvollsten deutschen philatelistischen Objekten. Wichtige ausgebende Staaten sind:

  • Bayern: Erster deutscher Staat mit eigenen Briefmarken (1849). Der Schwarze Einser (Michel Bayern 1) ist die beruehmteste deutsche Briefmarke. Echte Exemplare zeigen einen charakteristischen Seidenfaden im Papier als Sicherheitsmerkmal.
  • Sachsen: Der 1850 3-Pfennig rot, bekannt als "Sachsen Dreier" (Michel Sachsen 1), ist aeusserst selten und wertvoll. Er wurde auf duennem, fragilem Papier gedruckt.
  • Preussen: Gab ab 1850 Briefmarken mit Friedrich Wilhelm IV. und spaeter Wilhelm I. heraus. Achten Sie auf das Wasserzeichen eines gekroenten Adlers bei den Ausgaben 1857-1861.
  • Hamburg, Bremen, Luebeck: Freie Hansestaedte, die eigene Briefmarken herausgaben. Hamburgs geschnittene Ausgaben von 1859 sind bei Sammlern besonders beliebt.
  • Hannover: Gab 1850-1864 Briefmarken heraus, darunter das ikonische Rosenmotiv von 1851. Die blindgepraegten Marken (ohne Farbe, nur Praegung) sind markant und leicht zu bestimmen.
  • Thurn und Taxis: Das von der Adelsfamilie Thurn und Taxis betriebene Postsystem gab Briefmarken fuer seinen noerdlichen und suedlichen Bezirk heraus, mit unterschiedlichen Waehrungen (Silbergroschen im Norden, Kreuzer im Sueden).
Sammlerhinweis: Briefmarken der Altdeutschen Staaten gehoeren zu den am haeufigsten gefaelschten in der Welt-Philatelie. Allein der Schwarze Einser hat mehr Faelschungen im Umlauf als echte Exemplare. Kaufen Sie teure Altdeutschland-Marken immer mit Expertisierung anerkannter Pruefstellen wie dem BPP (Bund Philatelistischer Pruefer).

Deutsches Kaiserreich / Deutsches Reich (1872-1945)

Adler-Brustschilder (1872)

Die ersten Briefmarken des vereinigten Deutschen Reiches zeigen einen Adler auf einem heraldischen Brustschild. Zwei unterschiedliche Typen existieren:

  • Kleiner Brustschild (Mi 1-11): Der Adler ist kleiner und hoeher positioniert. Diese wurden zuerst ausgegeben und sind im Allgemeinen seltener.
  • Grosser Brustschild (Mi 14-28): Der Adler fuellt mehr von der Marke aus. Beide Typen existieren in Groschen- (noerdlich) und Kreuzer-Waehrung (suedlich), was fuer die korrekte Bestimmung entscheidend ist.

Ziffer- und Adler-Ausgaben (1875-1900)

Die "Pfennige"- und "Pfennig"-Ausgaben (Mi 31-52) unterscheiden sich durch ihre Inschrift: Fruehe Marken schreiben "PFENNIGE" (mit abschliessendem E), waehrend spaetere Ausgaben "PFENNIG" verwenden. Die Reichsadler-Marken setzten sich mit schrittweise verfeinerten Designs fort.

Germania-Dauermarken (1900-1922)

Das Germania-Motiv, das eine allegorische Kriegerfrau darstellt, ist einer der bekanntesten deutschen Briefmarkentypen. Wichtige Bestimmungsmerkmale:

  • Ohne Wasserzeichen (Mi 53-67): Die fruehesten Germanias von 1900 haben kein Wasserzeichen.
  • Rauten-Wasserzeichen (Mi 83-104): Ab 1905 zeigen Marken ein Rauten-/Diamantmuster-Wasserzeichen, wenn man sie gegen das Licht haelt.
  • "Deutsches Reich"-Inschrift: Ab 1902 aenderte sich die Inschrift von "REICHSPOST" zu "DEUTSCHES REICH" (Mi 68-82 ff.).
  • Kriegsdrucke: Waehrend des Ersten Weltkriegs verschlechterten sich Papierqualitaet und Zahnungsmass merklich. Kriegszeitdrucke auf minderwertigem Papier sind an ihrer rauen Textur erkennbar.

Inflationszeit (1921-1923)

Die deutsche Hyperinflation brachte einige der aussergewoehnlichsten Briefmarken der Philatelie-Geschichte hervor. Nennwerte stiegen innerhalb von zwei Jahren von einzelnen Mark auf Milliarden Mark. Bestimmungsherausforderungen umfassen:

  • Ueberdrucke und Zuschlaege: Vorhandene Marken wurden mit neuen Werten ueberdruckt, da die Inflation die Druckkapazitaet ueberholte. Echte Ueberdrucke wurden von offiziellen Druckern aufgebracht; pruefen Sie, ob Schriftart, Tintenfarbe und Ausrichtung mit bekannten authentischen Exemplaren uebereinstimmen.
  • Michel-Nummern Mi 183-337: Die Inflationszeit umfasst ueber 150 Katalognummern. Der hoechste Nennwert, die 50-Milliarden-Mark-Marke (Mi 337), ist paradoxerweise recht haeufig, da enorme Mengen gedruckt wurden.
  • Lokale Ueberdrucke: Einige Postaemter erstellten eigene provisorische Ueberdrucke. Viele davon sind selten, aber noch mehr sind Faelschungen, die Sammler ausnutzen sollen.
  • Papiervarianten: Da Papiervorraete knapp wurden, wurden Marken auf unterschiedlichen Papierarten gedruckt. Wasserzeichen vs. ohne Wasserzeichen und verschiedene Papierstaerken schaffen bedeutende Katalogvarianten.
Faelschungswarnung: Inflations-Ueberdrucke gehoeren zu den am haeufigsten gefaelschten deutschen Briefmarken. Die wertvollen Stuecke sind spezifische Ueberdruckvarianten (kopfstehend, doppelt oder verschoben). Eine echte Michel 309Ba (2 Millionen auf 200 Mark mit kopfstehendem Ueberdruck) ist Tausende wert, aber die meisten angebotenen Exemplare sind gefaelscht. Fordern Sie fuer teure Inflationsvarianten immer eine BPP-Expertisierung an.

Drittes Reich (1933-1945)

Briefmarken aus der Zeit des Dritten Reichs werden haeufig gesammelt. Wichtige Dauermarkenserien umfassen:

  • Hindenburg-Medaillon (Mi 512-528): Ausgegeben 1933-1936, diese Portraetmarken von Reichspraesident Hindenburg gibt es in zwei Wasserzeichenvarianten: dem senkrechten Waffelmuster und dem waagerechten Netzmuster. Der Wasserzeichentyp beeinflusst den Wert erheblich.
  • Hitler-Kopf-Dauermarken (Mi 781-802): Ab 1941 als Standard-Dauermarkenserie ausgegeben. Hoechstwerte existieren in Zahnung 14 und Zahnung 12,5.
  • Gedenkmarken: Das Regime gab viele propagandathematische Gedenkmarken fuer Ereignisse, Parteitage und Annexionen heraus. Marken fuer die Olympischen Spiele 1936 in Berlin (Mi 609-616) und den "Anschluss" an Oesterreich (Mi 662-663) gehoeren zu den meistgesammelten.
  • Besatzungsmarken: Als Deutschland im Zweiten Weltkrieg Gebiete besetzte, wurden ueberdruckte Marken fuer Boehmen und Maehren, das Generalgouvernement (Polen), Ostland (Baltische Staaten) und die Ukraine ausgegeben.

Nachkriegs-Besatzungszonen (1945-1949)

Nach der Niederlage Deutschlands gaben die vier alliierten Besatzungszonen jeweils separate Briefmarken heraus, bevor die beiden deutschen Staaten gegruendet wurden:

Zone Zeitraum Michel-Bereich Hauptmerkmale
Amerikanische Zone 1945-1946 Mi 1-15 (AM Post) In Washington, D.C. gedruckt; charakteristisches US-Qualitaetspapier und Druck
Britische Zone 1945-1946 Mi 16-35 (AM Post) Britisch gedruckte Versionen derselben Designs; anderes Papier und andere Zahnung
Amerikanisch-britische Bizone 1946-1949 Mi 36-68 (AM Post) Gemeinsame Zonenausgaben; die "Posthorn"-Ueberdrucke (Netzaufdruck) sind wichtige Varianten
Franzoesische Zone 1945-1949 Separater Katalog Regionale Ausgaben fuer Baden, Rheinland-Pfalz und Wuerttemberg mit lokalen Motiven
Sowjetische Zone (SBZ) 1945-1949 Separater Katalog Lokale provisorische Ueberdrucke auf Hitler-Kopf-Marken (Kopf geloescht); provinzspezifische Ausgaben

Westdeutschland / BRD (1949-1990)

Die Bundesrepublik Deutschland gab ab September 1949 Briefmarken heraus. Wichtige Serien zur Bestimmung:

  • Posthorn-Dauermarken (Mi 123-138): Die erste Dauermarkenserie der BRD mit stilisiertem Posthorn. Die 2-Mark tiefblau (Mi 134) ist der Schluesselwert. Gedruckt auf Wasserzeichenpapier mit verschlungenen Posthoernern.
  • Heuss-Dauermarken (Mi 177-196, 253-265): Portrait von Bundespraesident Theodor Heuss, in zwei Serien ausgegeben. Die erste Serie (1954) ist auf Wasserzeichenpapier; die zweite (1959) ist ohne Wasserzeichen.
  • "Bund"-Wohlfahrtsmarken: Zuschlagmarken fuer Wohlfahrt, Jugend, Sport und Weihnachten sind ein Eckpfeiler des deutschen Sammelns. Sie tragen einen Zuschlag (z.B. "80+40" bedeutet 80 Pfennig Porto plus 40 Pfennig Spende).
  • Fluoreszierendes Papier: Ab Mitte der 1960er Jahre wurden westdeutsche Briefmarken auf lumineszierendem Papier fuer automatische Sortierung gedruckt. Dies schafft Katalogvarianten zwischen fluoreszierendem und nicht-fluoreszierendem Papier.

Berlin-Briefmarken (1948-1990)

West-Berlin gab eigene Briefmarken heraus, unterschiedlich von BRD und DDR. Bestimmungsmerkmale umfassen:

  • "BERLIN"-Ueberdrucke (Mi Berlin 1-20): Die ersten Berlin-Briefmarken waren BRD-Marken mit "BERLIN"-Ueberdruck in Schwarz oder Rot. Rote Ueberdrucke sind seltener und wertvoller. Faelschungen dieser Ueberdrucke sind aeusserst haeufig.
  • Separate Dauermarkenserien: Berlin gab eigene Versionen der Heuss-, Brandenburger-Tor- und anderer Dauermarkenserien heraus, immer mit der Inschrift "DEUTSCHE BUNDESPOST BERLIN" statt einfach "DEUTSCHE BUNDESPOST".
  • Michel-Berlin-Nummern: Berlin-Briefmarken haben ihre eigene Sektion im Michel-Katalog, separat von BRD-Ausgaben nummeriert.

Ostdeutschland / DDR (1949-1990)

Die Deutsche Demokratische Republik gab waehrend ihrer 41-jaehrigen Existenz eine grosse Menge an Briefmarken heraus. Bestimmungsmerkmale:

  • Inschrift: Fruehe Marken (1949-1950) tragen die Inschrift "DEUTSCHE POST". Ab 1950 steht "DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK" oder einfach "DDR".
  • Druckqualitaet: DDR-Briefmarken wurden im Allgemeinen im Offset- oder Fotogravuere-Verfahren gedruckt, was ein flacheres Erscheinungsbild ergibt als die im Stichtiefdruck gedruckten BRD-Ausgaben.
  • Wasserzeichen: DDR-Marken von 1949-1955 zeigen ein charakteristisches "DDR"-Wasserzeichen oder "Posthorn"-Wasserzeichen. Nach 1955 wurde Papier ohne Wasserzeichen verwendet.
  • Karl-Marx-Dauermarken (Mi DDR 327-341): Die erste DDR-Dauermarkenserie, die Marx und andere historische Persoenlichkeiten zeigt, ist wichtig fuer ihre Wasserzeichen- und Zahnungsvarianten.
  • CTO-Marken: Die DDR produzierte massenhaft gestempelt-auf-Bestellung-Marken fuer den Kilowarehandel. Diese haben volle, saubere, oft identische Stempel und volle Originalgummierung. Sie sind deutlich weniger wert als echt postalisch verwendete Exemplare.

Wiedervereinigtes Deutschland (1990-heute)

Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 gab Deutschland Briefmarken mit der Inschrift "DEUTSCHLAND" heraus, die sowohl "DEUTSCHE BUNDESPOST" als auch "DDR" ersetzte. Wichtige Punkte:

  • Euro-Umstellung: Briefmarken wechselten 2002 von DM- auf Euro-Werte. Doppel-denominierte Marken existieren aus der Uebergangszeit.
  • Selbstklebend vs. gummiert: Moderne deutsche Briefmarken gibt es in beiden Formaten, wobei Selbstklebende seit den 2010er Jahren dominieren. Die selbstklebenden Versionen haben gestanzte simulierte Zahnungen.
  • Zuschlagmarken fortgefuehrt: Die Tradition der Wohlfahrts- und Jugendmarken besteht fort, nun in Euro mit Zuschlaegen denominiert.

Das Michel-Katalogsystem

Michel ist der massgebliche Referenzkatalog fuer deutsche Briefmarken, vergleichbar mit Yvert fuer Frankreich oder Scott fuer die USA. Zum Verstaendnis seiner Struktur:

  • Hauptnummerierung: Briefmarken des Deutschen Reiches beginnen bei Mi 1 (der kleine Brustschild-Adler). BRD-Marken setzen ab Mi 111 fort (anknuepfend an die Bizone-Ausgaben). DDR und Berlin haben separate Nummerierungsfolgen.
  • Suffixe: Ein Buchstabensuffix bezeichnet eine Variante (z.B. Mi 134I vs. Mi 134II fuer verschiedene Plattenzustaende). Kleinbuchstaben bezeichnen Farbton- oder Papiervarianten.
  • Spezialkataloge: Michel veroeffentlicht separate Baende fuer Altdeutsche Staaten, Deutsche Kolonien, besetzte Gebiete und Lokalausgaben. Der zweibandige "Deutschland-Spezial" ist das detaillierteste Nachschlagewerk fuer ernsthafte Sammler.
  • Online-Katalog: Die Michel-Online-Datenbank ermoeglicht die Suche nach Katalognummer, Jahr oder Thema und enthaelt aktuelle Marktwerte in Euro.

Wasserzeichen deutscher Briefmarken bestimmen

Wasserzeichen sind entscheidend fuer die korrekte Bestimmung und Katalogisierung deutscher Briefmarken. Die wichtigsten Wasserzeichen:

Checkliste zur Wasserzeichenbestimmung

  • Rauten-/Diamantmuster (Rauten): Verwendet auf Germania- und fruehen Weimarer-Republik-Ausgaben. Halten Sie die Marke mit der Vorderseite nach unten auf eine dunkle Flaeche oder verwenden Sie Wasserzeichenfluessigkeit. Das Muster besteht aus ineinandergreifenden Rautenformen.
  • Waffelmuster: Auf den Hindenburg-Dauermarken 1933-1934. Erscheint als Gitter aus kleinen Quadraten.
  • Hakenkreuze: Kurzzeitig 1934 auf bestimmten Hindenburg-Ausgaben verwendet. Ein Netzwerk kleiner Hakenkreuzformen, sichtbar unter Vergroesserung mit Fluessigkeit.
  • Posthorn-Wasserzeichen: Verwendet auf BRD-Posthorn-Dauermarken (1951-1952). Ein sich wiederholendes Posthornmuster ueber den Bogen.
  • DDR-Wasserzeichen: Die Buchstaben "DDR" diagonal wiederholt ueber fruehe ostdeutsche Briefmarken.
  • Ohne Wasserzeichen: Viele deutsche Briefmarken, besonders ab den spaeten 1950er Jahren, sind ohne Wasserzeichen. Dieses Fehlen selbst kann ein wichtiger Bestimmungspunkt sein.

Plattenfehler und Varianten

Das deutsche Briefmarkensammeln hat eine starke Tradition der Plattenfehlerstudie. Einige bedeutende Varianten:

  • Germania "Friedensdruck" vs. "Kriegsdruck": Friedensdrucke (vor 1914) verwenden hochwertigere Tinten und Papier als Kriegsdrucke. Der Unterschied ist in Farbintensitaet und Papiertextur sichtbar.
  • Posthorn-"Posthoerner"-Varianten: Die BRD-Posthorn-Dauermarken haben zahlreiche dokumentierte Plattenfehler, darunter gebrochene Linien im Posthorn, fehlende Punkte und retuschierte Bereiche. Michel listet diese mit roemischen Zahlensuffixen auf.
  • Heuss-Fluoreszenzvarianten: Die zweite Heuss-Serie existiert auf fluoreszierendem und nicht-fluoreszierendem Papier, was wertvolle Varianten schafft, die nur unter UV-Licht unterscheidbar sind.
  • DDR-geschnittene Probedrucke: Geschnittene Exemplare von DDR-Marken existieren aus Probedruckboegen. Echte Probedrucke sind selten; die meisten angebotenen Exemplare sind beschnittene gezaehnte Marken.

Schnell-Bestimmungstabelle

Zeitraum Ausgebende Stelle Michel-Nummern Wichtige Bestimmungsmerkmale
1849-1871 Altdeutsche Staaten Separat pro Staat Staatsname oder Wappen; Kreuzer- oder Groschen-Waehrung
1872 Deutsches Kaiserreich Mi 1-28 Adler-Brustschilder; klein vs. gross; zwei Waehrungssysteme
1875-1900 Deutsches Kaiserreich Mi 31-67 "PFENNIGE" vs. "PFENNIG" Schreibweise; Reichsadler-Design
1900-1922 Deutsches Kaiserreich Mi 53-114 Germania-Motiv; "REICHSPOST" vs. "DEUTSCHES REICH"; Wasserzeichentypen
1921-1923 Weimarer Republik Mi 183-337 Hochwerte der Inflationszeit; Ueberdrucke; rasch steigende Nennwerte
1933-1945 Drittes Reich Mi 479-910 Hindenburg-Medaillon; Hitler-Kopf-Dauermarken; Propagandathemen
1945-1949 Besatzungszonen Verschiedene AM-Post-Ausgaben; zonenspezifische Designs; SBZ-Lokalueberdrucke
1949-1990 BRD (Westdeutschland) Mi 111+ "DEUTSCHE BUNDESPOST"; Posthorn-, Heuss-, Brandenburger-Tor-Dauermarken
1948-1990 Berlin (West) Mi Berlin 1+ "DEUTSCHE BUNDESPOST BERLIN"; eigene Dauermarkenserien
1949-1990 DDR (Ostdeutschland) Mi DDR 1+ "DDR"-Inschrift; Offset-/Fotogravuere-Druck; CTO-Exemplare haeufig
ab 1990 Wiedervereinigtes Deutschland Fortfuehrung BRD-Nummerierung "DEUTSCHLAND"-Inschrift; Euro-Werte ab 2002

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